der Jahrhunderte unzählige Schiffe in den rasenden Atlantikwellen gestrandet sind und den Seeleuten den Tod brachten.
Kappeler ist zu den Leuten gezogen, von denen schon Horaz berichtet, dass sie keine fremde Herrschaft ertragen.
Uns Hannoveranern ist er noch aus dem großen Konflikt um ein Theodor- Lessing- Bild in Erinnerung, das er 1985 im Auftrag der Universität Hannover gemalt hatte und auf dem er in freier künstlerischer Entscheidung neben Lessing auch den 1982 verstorbenen Peter Brückner setzte. Angesichts der Rolle, in die Peter Brückner nach 1972 im Zuge der Baader- Meinhof- Affäre geraten war, und der doppelten Suspendierung von seinem Amt erst 1972 und danach nach der Veröffentlichung des sog. Mescalero- Artikels 1977 zweifellos eine politische und ästhetische Provokation. Nachdem die Universität das Bild nicht abgenommen hatte, übernahm es die Stadt Hannover. Es hängt heute hier im Nebengebäude der Volkshochschule, die den Namen Ada Lessings, der Frau Theodors, trägt.
Im Niedersächsischen Landtag hängen noch drei Gemälde von Kappeler: eines hat Horst Milde gekauft und zeigt auch Theodor Lessing, eines hat der frühere Sozialminister Dr. Wolf Weber gespendet und trägt den Titel „Toleranz“, das dritte habe ich für den Landtag erworben und zeigt das Porträt des Landtagspräsidenten Horst Milde.
Die Erinnerung an diesen Konflikt verschafft uns auch einen Zugang zu seinen Bildern, die heute hier hängen.Kappeler war immer ein Mensch, der sich politisch anstecken ließ, aber nicht im Sinne einer organisierten Parteinahme, sondern der distanzlosen direkten öffentlichen Einmischung. Er protestierte, er widerstand. Er lebt aus einem existentiellen Widerspruchsgeist, sobald er Freiheit und Unabhängigkeit bedroht sieht.Die Kategorien des Richtig oder Falsch, der taktischen Rücksichtnahme und der ruhigen Besonnenheit sind ihm fremd.

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